Bienen und Schmetterlinge verdursten im Sommer – mit einer selbstgebauten Tränke retten Sie kleine Leben

An heißen Sommertagen geraten Bienen, Hummeln und andere Insekten in echte Not – natürliche Wasserquellen trocknen aus, und geeignete Trinkstellen sind rar. Eine selbstgebaute Insektentränke kann da buchstäblich Leben retten.

Warum Insekten im Sommer so dringend Wasser brauchen

Hitze und anhaltende Trockenheit setzen nicht nur uns Menschen zu – auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge leiden stark darunter. Natürliche Wasserquellen wie kleine Pfützen oder Bachläufe verschwinden in Hitzephasen schnell. Besonders in Städten und auf Balkonen fehlen geeignete Trinkstellen für diese wichtigen Nützlinge nahezu vollständig.

Eine selbstgebaute Insektentränke ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, diesem Problem zu begegnen. Der Aufwand ist gering – der Nutzen für die Tierwelt enorm.

Insektentränke selber bauen: So geht’s

Für eine funktionierende Wasserstelle braucht man kaum mehr als Materialien, die in den meisten Haushalten bereits vorhanden sind. Entscheidend ist dabei nicht nur das Wasser selbst, sondern die richtige Einrichtung der Tränke – denn ohne geeignete Landehilfen kann eine ungesicherte Wasserfläche zur tödlichen Falle für die kleinen Tiere werden.

Steine, Korkstücke oder Holzstückchen im Wasser bieten Insekten sicheren Halt beim Trinken. So gelangen sie ans Wasser, ohne einzutauchen und zu ertrinken.

Das Wichtigste beim Aufbau einer Insektentränke

  • Einen flachen Behälter verwenden – Teller, Schalen oder Blumentopfuntersetzer eignen sich gut
  • Landehilfen ins Wasser legen: Steine, Korkstücke oder Holzscheiben bieten sicheren Halt
  • Das Wasser regelmäßig erneuern, um Mückenlarven und Algenbildung zu vermeiden
  • Die Tränke sonnig, aber windgeschützt aufstellen – Insekten finden sie so leichter
  • Den Wasserstand niedrig halten: wenige Zentimeter reichen völlig aus

Mehr als nur Wasser: Hummeln nutzen Tränken auch für den Nestbau

Eine gut angelegte Insektentränke erfüllt für viele Arten gleich mehrere Funktionen. Wildbienen und Hummeln nutzen das Wasser nicht nur zum Trinken – sie tragen es auch in ihre Nester, um dort die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Damit ist eine einfache Wasserstelle gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Wer seine Tränke in Sichtweite eines Sitzplatzes aufstellt, bekommt zudem die Möglichkeit, die faszinierenden Besucher aus unmittelbarer Nähe zu beobachten.

Schmetterlinge zusätzlich mit Nahrung unterstützen

Neben der Wasserstelle lässt sich noch mehr für Schmetterlinge tun – vor allem im Herbst, wenn das natürliche Nahrungsangebot schwindet. Überreife Früchte wie Orangenstücke, zerdrückte Bananen oder aufgeplatzte Pflaumen auf einem flachen Teller platziert locken viele Falterarten zuverlässig an.

Wer langfristig denken möchte, pflanzt insektenfreundliche Stauden wie den Steppensalbei. Er versorgt Bienen, Schmetterlinge und Hummeln über einen langen Zeitraum mit reichlich Nektar und Pollen – und ist dabei pflegeleicht und robust.

Kleine Geste, große Wirkung

Eine selbstgebaute Insektentränke kostet kaum Zeit und fast kein Geld. Und doch macht sie in Hitzephasen einen entscheidenden Unterschied für die Tierwelt in der unmittelbaren Umgebung. Wer Garten, Balkon oder Terrasse insektenfreundlich gestaltet, leistet einen konkreten Beitrag zum Schutz bedrohter Arten – und erlebt nebenbei eine Natur zum Staunen direkt vor der eigenen Haustür.

Scroll to Top