Echter Mehltau: So können Stauden gerettet werden

Gerade in den Sommermonaten befällt Echter Mehltau häufig beliebte Gartenstauden wie Phlox, Astern und Rittersporn. Was die ersten Warnsignale bedeuten und welche Gegenmaßnahmen wirklich helfen.

Warmes, trockenes Sommerwetter schafft ideale Bedingungen dafür, dass Stauden verstärkt von Echtem Mehltau heimgesucht werden. Darauf macht der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausdrücklich aufmerksam.

So erkennt man den Befall frühzeitig

Die Pilzerkrankung kündigt sich durch charakteristische Symptome an, die man kennen sollte. Wer sie frühzeitig deutet, hat deutlich bessere Chancen, seine Pflanzen zu retten.

  • Die ersten Anzeichen sind kleine, weiße Flecken auf den Blättern, die zunächst vereinzelt erscheinen.
  • Breitet sich der Pilz weiter aus, wachsen die Flecken rasch und werden zunehmend größer.
  • Im fortgeschrittenen Stadium kann ein weißer, mehlartiger Belag die gesamte Blattfläche überziehen.
  • Auch weitere Pflanzenteile können betroffen sein. Bei schwerem Befall verfärben sich die Blätter bräunlich und sterben stellenweise ab.
  • Besonders anfällig sind Phlox, Astern, Rittersporn sowie die Indianernessel.

Mehltau wirksam bekämpfen

Zeigt sich ein Befall, ist schnelles Handeln gefragt. Befallene Blätter sollten so früh wie möglich entfernt werden, erkrankte Triebe lassen sich bis ins gesunde Pflanzengewebe zurückschneiden.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können geeignete Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel zum Einsatz kommen. Entscheidend dabei: möglichst früh mit der Behandlung beginnen und die Anwendung regelmäßig wiederholen.

Natürliche Helfer im Garten nutzen

Neben chemischen Mitteln gibt es auch eine biologische Unterstützung. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) können bestimmte Marienkäferarten dabei helfen, Echten Mehltau auf natürlichem Weg einzudämmen.

Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer ernährt sich direkt vom Pilzbelag auf befallenen Blättern. In einem artenreichen, vielfältig bepflanzten Garten fühlen sich solche nützlichen Insekten besonders wohl und siedeln sich gern an.

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