Trumps Aussagen zu Hunger im Iran und dem Kauf amerikanischer Lebensmittel
„Wir haben zwei Ergebnisse erzielt: eine offene Meerenge und ein Land, das niemals Atomwaffen besitzen wird“ — so äußerte sich Donald Trump gegenüber Journalisten im Oval Office, wo er die laufenden Verhandlungen mit dem Iran kommentierte.
Der amerikanische Präsident erklärte, dass die eingefrorenen Gelder, die für Teheran bestimmt sind, ausschließlich für den Kauf von Lebensmitteln verwendet werden sollen. Als Journalisten nachfragten, ob er sicher sei, dass der Iran das Geld nicht für den Wiederaufbau seines Militärapparats einsetzen würde, antwortete er ohne zu zögern:
„Das wird sich zeigen. Aber dieses Geld sollte für Lebensmittel für die iranischen Bürger verwendet werden — dort leiden die Menschen unter einer echten Hungersnot.“
Trump versicherte den Anwesenden, dass der Iran die freigegebenen Gelder nutzen wird, um Lebensmittel direkt bei amerikanischen Landwirten zu kaufen. Allerdings reagierte der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, ganz anders — laut der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte er, dass Teheran auf Grundlage des aktuellen Memorandums keinerlei Verpflichtung hat, Agrarprodukte aus den USA zu beziehen.
Atomwaffen sind eine größere Bedrohung als eine Rezession
Der Präsident wurde auch gefragt, ob mögliche amerikanische Militärangriffe auf den Iran eine wirtschaftliche Katastrophe auslösen könnten. Seine Antwort war unmissverständlich: Atomwaffen stellten eine weit ernstere Gefahr dar als eine Wirtschaftskrise.
„Eine Rezession ist eine sehr schlimme Sache. Aber Atomwaffen würden eine Rezession viel schneller herbeiführen“, sagte Trump. „Was wir tun, ist das genaue Gegenteil einer Rezession“, fügte er hinzu und verwies dabei auf das Abkommen, das den freien Ölfluss durch die Straße von Hormus sichert. „Wir machen uns sehr gut, die Ergebnisse sind außergewöhnlich“, betonte er.
„Wenn der Iran das Abkommen nicht einhält oder sich unangemessen verhält, werde ich tun, was notwendig ist“, warnte der Präsident in entschiedenem Ton.
Die Straße von Hormus ist offen — doch der Schiffsverkehr bleibt gering
US-Energieminister Chris Wright gab bekannt, dass Öl und Erdgas durch Hormus „auf dem Niveau vor der Krise“ fließen. Trump bezeichnete die Meerenge als „vollständig offen“.
Die Lage vor Ort erzählt jedoch eine andere Geschichte. Die Meerenge blockiert die Schifffahrt zwar nicht physisch, doch die Verkehrsintensität ist deutlich geringer als vor Ausbruch des Konflikts. Vor dem Krieg mit dem Iran passierten täglich mehr als 100 Schiffe die Straße.
Laut Daten des Unternehmens MarineTraffic, die vom Fernsehsender CNN zitiert wurden, haben in den vergangenen 24 Stunden rund 20 Handelsschiffe Hormus passiert — ein Bruchteil des zuvor verzeichneten Durchschnitts.
Aus Washington, Natalia Dziurdzińska (PAP)









