Zwei Holdings bauen gemeinsam 5 große Biomethan-Anlagen für 40 Millionen Euro

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Fünf große Biomethan-Anlagen für 40 Millionen Euro

Am 19. Juni unterzeichneten Ivan Karačka, Generaldirektor von Agroprodservice, und Petro Labaziuk, Generaldirektor von Vitagro, einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten im Biomethan-Sektor. Damit besiegelten zwei der bedeutendsten ukrainischen Agrarholdings eine strategische Partnerschaft mit weitreichenden Folgen für die Energiewirtschaft des Landes.

Die Vereinbarung sieht die gemeinsame Umsetzung von fünf Investitionsprojekten zur Erzeugung von Strom, Biogas und Biomethan vor. Die neuen Anlagen entstehen in den Regionen Ternopil und Khmelnytskyi und sollen eine Gesamtkapazität von 15 Millionen Kubikmeter Biomethan pro Jahr erreichen.

Das von beiden Unternehmen veranschlagte Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 40 Millionen Euro. Darüber hinaus verpflichten sich beide Seiten, in den betroffenen Regionen rund 200 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine gemeinsame Rohstoffbasis als tragendes Fundament

Ein zentraler Baustein der Partnerschaft ist der Aufbau einer zuverlässigen Versorgung mit den für die Biomethanproduktion notwendigen Rohstoffen. Genutzt werden sollen Materialien aus den eigenen landwirtschaftlichen Betrieben, Abfälle aus der Tierhaltung sowie Rückstände aus den Verarbeitungsanlagen beider Unternehmen.

Ergänzend ist auch der Zukauf von Substraten von externen Landwirtschaftsbetrieben denkbar. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass das in den neuen Anlagen erzeugte Biogas und die gewonnene Energie tatsächlich „grün“ sind — in vollständiger Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften der Europäischen Union.

Mehrwert für Landwirtschaft und Energiesicherheit

Vitagro betonte in einer Erklärung, dass Vereinbarungen dieser Art für die ukrainische Wirtschaft von strategischer Bedeutung sind. Die Verknüpfung landwirtschaftlicher Produktion mit der Entwicklung erneuerbarer Energien gilt als ein entscheidender Schritt für die Zukunft des Landes.

Biomethan-Anlagen schaffen regionalen Mehrwert, fördern die Verwertung organischer Rückstände aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie und stärken gleichzeitig die Energieresilienz der gesamten Nation.

Der Generaldirektor von Agroprodservice, Ivan Karačka, hob hervor, dass die Entwicklung von Bioenergieprojekten für Agrarbetriebe mit einer breiten Rohstoffbasis ein völlig logischer nächster Schritt sei.

„Wir verfügen über große Rohstoffreserven und eine schnell wachsende Tierhaltung — Schweinezucht und Pflanzenproduktion. Wir stehen bereits heute vor der Notwendigkeit, alternative Energiequellen zu erschließen. Im Bereich Solar und Energiespeicherung haben wir bereits viel erreicht, und nun setzen wir auf Biogas und Bioethanol“, erklärte Karačka.

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