Süßkartoffeln anbauen: So pflanzen und ernten Sie die Nutzpflanze

Die Süßkartoffel: Ein Superfood für den eigenen Garten

Die Süßkartoffel hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der modernen Küche erobert. Ob in Poké-Bowls oder auf Food-Blogs – die ballaststoff- und vitaminreiche Knolle gilt als echtes Superfood und ist aus vielen Küchen kaum noch wegzudenken.

Wer es etwas süßer mag oder einfach Abwechslung auf dem Teller sucht, findet in der Süßkartoffel eine hervorragende Alternative zur gewöhnlichen Kartoffel. Sie punktet mit einem hohen Gehalt an Nährstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen – und gehört damit zu einer ausgewogenen Ernährung dazu.

Geschmack und Besonderheiten der Süßkartoffel

Im Vergleich zur heimischen Kartoffel enthält die Süßkartoffel etwas mehr Zucker und erinnert geschmacklich eher an Möhren. Gebacken und mit Honig sowie Obst verfeinert eignet sie sich sogar hervorragend als Frühstück. Ein weiterer Pluspunkt: Sie lässt sich sowohl roh als auch gekocht genießen.

Die Knolle, die je nach Sorte in Farbtönen von Orange bis Violett erhältlich ist, stammt ursprünglich aus den USA und Mittelamerika. Der lange Transportweg bis in den deutschen Supermarkt ist für die CO₂-Bilanz alles andere als ideal. Warum also nicht einfach das Superfood selbst im heimischen Garten anpflanzen?

Süßkartoffeln anbauen: Das Gewächshaus ist die beste Wahl

Der Anbau ist überraschend unkompliziert. Wer keinen Garten besitzt, kann die Knolle problemlos in Balkonkästen oder Hochbeeten kultivieren. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, greift am besten auf ein Gewächshaus zurück.

Die Süßkartoffel liebt Wärme und Sonnenlicht. Deshalb sollte der Standort möglichst sonnig und windgeschützt sein. Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Erde: Die auch als Batate bekannte, spindel- bis rundförmige Knolle bevorzugt lockere, sandige Erde, die zudem nährstoff-, humus- und stickstoffreich ist.

Richtig gießen – aber Staunässe vermeiden

An heißen Tagen hat die Pflanze einen erhöhten Wasserbedarf und sollte regelmäßig gegossen werden. Dabei gilt: Der Boden soll konstant feucht bleiben, aber keinesfalls so nass, dass Staunässe entsteht. Wer die Süßkartoffel in einem Pflanzgefäß anbaut, sollte darauf achten, dass dieses mindestens 30 Liter fasst.

Ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen lassen

Im Beet empfiehlt es sich, zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von 30 bis 50 Zentimetern einzuhalten. So hat jede Knolle genug Raum, um kräftig und groß heranzuwachsen.

Beim Anpflanzen empfehlen sich Stecklinge. Diese zieht man am besten selbst vor, indem man eine oder mehrere Süßkartoffelknollen in ein Gefäß mit lockerer Erde gibt, regelmäßig gießt und für ausreichend Sonnenlicht sorgt. Nach einigen Wochen treiben die Knollen aus und sind bereit für den nächsten Schritt.

Anzucht auch auf der Fensterbank möglich

Wer wenig Platz hat, kann die Knolle zur Hälfte in ein mit Wasser gefülltes Glas legen und dieses auf ein Fensterbrett stellen. Sobald die Triebe lang genug sind, wird die Knolle eingepflanzt – dabei sollte sie etwa zur Hälfte aus der Erde herausragen.

Stecklinge können bereits ab Januar angesetzt werden. Der eigentliche Anbau draußen findet dann zwischen April und Mai statt – im Gewächshaus auch etwas früher. Wichtig: Süßkartoffeln vertragen keinen Frost und keine Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius. Daher keinesfalls zu früh ins Freie pflanzen.

Ernte ab September – und danach den Boden erholen lassen

Die Ernte kann ab September eingeholt werden. Ein zuverlässiges Reifezeichen: Die Blätter der Pflanze beginnen sich gelb zu verfärben. Nach der Ernte sollten die Knollen zunächst zwei Tage lang an einem trockenen Ort ruhen, bevor sie verzehrt werden.

Da Süßkartoffeln nicht besonders lange haltbar sind und schnell faulen, empfiehlt es sich, sie zügig zu verbrauchen.

Fruchtfolge beachten

Wer langfristig gute Erträge erzielen möchte, sollte außerdem auf die Fruchtfolge achten. Monokultur im Beet schadet dem Boden auf Dauer. Deshalb ist es ratsam, das Süßkartoffelbeet nach einem Jahr zu wechseln, damit sich der Boden in der Zwischenzeit regenerieren kann.

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