Der günstige Lidl-Step statt des Fitnesskurses: Funktioniert dieses Gerät wirklich?

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Zu Hause trainieren ohne viel Geld auszugeben: Die Lösung, die viele gesucht haben

Immer mehr Menschen wollen fit bleiben – ohne teure Mitgliedschaften und sperrige Geräte. Discounter haben diesen Trend längst erkannt und bieten einfache Fitnessgeräte zu einem Bruchteil des üblichen Preises an.

Der klassische Step des Discounters Lidl, verkauft unter der Marke Crivit, kostet rund 23 Euro und bietet dabei eine überraschend breite Palette an Trainingsmöglichkeiten. Die kompakte Plattform sieht schlicht aus, vereint aber tatsächlich die Funktionen mehrerer Geräte in einem.

Fitness-Experten sind sich einig: Ein Step ist das ideale Einstiegsgerät für alle, die mit mittlerer bis hoher Intensität trainieren möchten, ohne ein Fitnessstudio zu betreten. Eine einzige Gruppeneinheit in einem Fitnesscenter kostet oft mehr als der Step selbst – der dabei monatelang oder sogar jahrelang hält.

Ein weiterer handfester Vorteil: kaum Platzbedarf

Wer in einer kleinen Wohnung oder einem Studio lebt, wird es zu schätzen wissen: Der Step lässt sich problemlos unters Bett schieben oder hochkant in eine Ecke stellen. Mit einem Gewicht von lediglich 2,8 Kilogramm lässt er sich mühelos von Raum zu Raum tragen.

Was der Lidl-Step für 23 Euro bietet

Das Modell ist eine klassische Aerobic-Step-Plattform, die Lidl auf westlichen Märkten für 22,99 Euro anbietet. Auf den ersten Blick wirkt die Konstruktion simpel – doch der Hersteller hat mehrere Funktionen in einer einzigen Lösung vereint.

Er kann als klassischer Step für Cardio genutzt werden, als Gleichgewichtsplattform, als stabile Basis für Liegestütze und Kräftigungsübungen – und dank der integrierten Widerstandsbänder lässt sich auch der Oberkörper effektiv einbinden. Das alles in einem 2,8 kg leichten Gerät, das sich überall verstauen lässt.

Zwei Höhenstufen: So lässt sich der Schwierigkeitsgrad anpassen

Der Step verfügt über zwei einstellbare Höhen: 10 Zentimeter und 15 Zentimeter. Der Wechsel dauert nur wenige Sekunden, sodass das Training kaum unterbrochen wird.

Je höher die Plattform, desto intensiver arbeiten die Bein- und Gesäßmuskeln – und desto größer ist der Kalorienverbrauch. Ein einfaches System, um die Belastung schrittweise zu steigern, ohne weiteres Zubehör kaufen zu müssen.

Anfänger sollten grundsätzlich mit der niedrigeren Einstellung beginnen, um Technik und Bewegungskoordination zu erlernen, ohne Knie und Herz-Kreislauf-System zu überlasten. Erst wenn der Körper die grundlegenden Bewegungsabläufe sicher beherrscht, lohnt sich der Wechsel auf die höhere Stufe – das setzt neue Reize für Muskeln und Ausdauer. Sportexperten empfehlen ausdrücklich, zuerst die richtige Körperhaltung zu verinnerlichen, bevor die Intensität erhöht wird.

So trainiert man mit dem Lidl-Step

Mit diesem Gerät lässt sich ein vollständiges Heimtraining aufbauen – vom Aufwärmen über den Cardio-Block bis hin zur tiefen Muskelkräftigung. Die Kombinationen richten sich nach der eigenen Fitness und den persönlichen Zielen.

Einfaches Cardio zum Kalorienverbrennen

Die Grundlage bildet das rhythmische Auf- und Absteigen. Einfach einen Timer auf 15–20 Minuten stellen und Sequenzen durchführen. Wer möchte, kann frontale und seitliche Aufstiege, abwechselnde Knieheber oder leichte Sprünge über die Plattform einbauen – sofern die körperliche Verfassung es erlaubt.

Diese Übungen erhöhen die Herzfrequenz, verbessern die Ausdauer und unterstützen die Gewichtskontrolle – ganz ohne die komplizierte Choreografie aus Gruppenkursen. Sportwissenschaftler bestätigen: 30 Minuten regelmäßiges Steppen verbrennen je nach Intensität und Körpergewicht rund 200–300 Kilokalorien.

Straffe Beine und einen knackigen Po trainieren

Der Step dient als stabile Grundlage für klassische Körpergewichtsübungen:

  • Kniebeugen mit einem Fuß auf dem Step
  • Aufstiege auf die Plattform mit Fersendruck
  • Rückwärtige Ausfallschritte mit dem Fuß auf dem Step
  • Gesäßbrücken mit erhöhten Füßen auf der Plattform
  • Seitliche Ausfallschritte mit dem Fuß auf der erhöhten Fläche
  • Step-ups mit oder ohne zusätzliches Gewicht
  • Einbeinige Kniebeugen für Fortgeschrittene
  • Gehaltene Kniebeugeposition mit den Fersen auf dem Step

Das Erhöhen eines Fußes verändert den Arbeitswinkel von Knie- und Hüftgelenk – Gesäß und Quadrizeps werden dadurch stärker beansprucht. Functional-Training-Instruktoren erklären, dass das Variieren der Stützhöhe selbst für erfahrene Sportler neue Trainingsreize schafft.

Gleichgewicht und tiefe Muskulatur stärken

Die begrenzte Standfläche des Steps erleichtert es, Instabilitätselemente einzubauen, die die tiefen Bauch- und Rückenmuskeln aktivieren. Dazu zählen: einbeiniger Stand in der Mitte der Plattform, leichte Einbeinkniebeugen, Planks mit den Händen auf dem Step oder Liegestütze mit den Handflächen erhöht gegenüber den Füßen.

Wer klassisches Stepp-Cardio mit Gleichgewichtsübungen kombiniert, stärkt die stabilisierenden Tiefenmuskeln der Wirbelsäule und verbessert die motorische Koordination. Physiotherapeuten betonen: Genau diese tiefen Stabilisatoren schützen den Rücken im Alltag vor Überlastungen.

Die integrierten Widerstandsbänder: Auch den Oberkörper einbinden

Im Lieferumfang des Steps sind einfache Widerstandsbänder mit Griffen enthalten, die direkt an der Plattform eingehängt werden. Ein cleveres Zubehör – denn so müssen keine separaten Bänder oder Hanteln gekauft werden, um Schultern, Rücken und Brust zu trainieren.

Während des Steppens lassen sich gleichzeitig Ruderziehen zur Brust, Arme seitlich heben oder vorgebeugte Ruder ausführen. Das erhöht den Gesamtkalorienverbrauch der Einheit und macht das Training zeiteffizienter. Der Widerstand der Bänder ist naturgemäß begrenzt – für Einsteiger oder Wiedereinsteiger nach einer Pause ist er jedoch meist mehr als ausreichend.

Personal Trainer empfehlen, Cardio-Intervalle auf dem Step mit Kräftigungssequenzen mithilfe der Bänder abzuwechseln. Dieser Ansatz trainiert den ganzen Körper und kurbelt den Stoffwechsel noch Stunden nach dem Training an.

Sicherheit und Komfort: Was Nutzer berichten

Laut Kundenbewertungen schneidet der Crivit-Step von Lidl hervorragend ab – mit einem Durchschnitt von 4,9 von 5 Sternen. Besonders gelobt werden Standfestigkeit und Verarbeitungsqualität, die beim schnellen Auf- und Absteigen entscheidend sind.

Die Plattformoberfläche ist mit einer rutschhemmenden Textur versehen, die sowohl mit Socken als auch mit Sportschuhen guten Halt bietet. Auf der Unterseite befinden sich Gummifüße, die ein Wegrutschen auf glatten Böden wie Fliesen oder Laminat verhindern. Ein sicherer, rutschfester Step reduziert das Risiko von Ausrutschern oder Knöchelverstauchungen bei intensiveren Übungen erheblich.

Viele Nutzer heben hervor, dass das Gerät wenig Platz beansprucht und sich nach jeder Einheit bequem wegräumen lässt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, es tatsächlich regelmäßig zu benutzen – im Gegensatz zu manch trendigen, schweren und unhandlichen Geräten, die nach wenigen Wochen im Keller verstauben.

Kann der Lidl-Step wirklich einen Pilates-Kurs ersetzen?

Pilates konzentriert sich auf die tiefe Muskulatur, Mobilität, Atmung und Bewegungspräzision. Der Step verfolgt von Natur aus einen anderen Schwerpunkt – er ist primär auf Cardio und Beinmuskelkräftigung ausgerichtet. Dennoch gibt es Überschneidungen, vor allem wenn Gleichgewichts- und Rumpfübungen bewusst ins Programm integriert werden.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Betreuung: In einem Kurs mit Trainer erhält man technische Korrekturen und individuelle Anleitung. Das kann der Lidl-Step nicht leisten – er ist vielmehr eine kostengünstige Möglichkeit, sich regelmäßig zu Hause zu bewegen. Finanziell kann er sich jedoch als deutlich attraktiver erweisen: eine einmalige Anschaffung, die monatelang nutzbar ist, statt wöchentlicher Kursgebühren.

Bewegungsmediziner erklären, dass die Kombination verschiedener Trainingsformen die besten Ergebnisse liefert. Der Step kann Pilates, Yoga oder andere Flexibilitäts- und Stabilitätstrainingsformen daher sinnvoll ergänzen.

So holt man das Maximum aus dem Step heraus

Damit sich die Anschaffung wirklich lohnt, sollte der Step als Ausgangspunkt eines Mini-Trainingsplans betrachtet werden. Einige einfache Regeln machen den Unterschied. Feste Trainingstage einplanen – zum Beispiel zweimal pro Woche für je 25–30 Minuten.

Cardio und Kräftigung abwechseln – etwa 2 Minuten Steppen, dann 1 Minute Kraftübungen. 5 Minuten Aufwärmen und 5 Minuten Dehnen am Ende der Einheit einplanen. Sobald die aktuelle Intensität zu leicht wird, schrittweise mehr Sätze oder die höhere Stufe einführen.

Online gibt es zahlreiche kostenlose Videos mit einfachen Step-Übungsprogrammen, die den Einstieg ins Heimtraining erleichtern. Es empfiehlt sich, diese Materialien zu nutzen und dabei stets auf den eigenen Körper zu hören – ohne Bewegungen zu kopieren, die über die aktuellen Fähigkeiten hinausgehen.

Für wen ist dieses Gerät am besten geeignet?

Besonders praktisch ist der Step für alle, die überfüllte Fitnessstudios meiden, im Homeoffice arbeiten und ihren Körper zwischendurch in Schwung bringen möchten. Eine kurze Zehn-Minuten-Einheit, mehrmals über den Tag verteilt, kann bereits spürbar viel für Durchblutung und allgemeines Wohlbefinden bewirken.

Für ältere Menschen oder Personen mit Übergewicht ist die niedrigere Einstellung besonders hilfreich, um die Intensität kontrolliert zu dosieren. Ambitioniertere Sportler können den Step als Ergänzung nutzen – für Intervalltraining, plyometrische Übungen oder zur Verbesserung der Stabilität für andere Sportarten.

Er eignet sich auch hervorragend als Familiengerät: Ob Teenager, Elternteil oder Großelternteil – auf demselben Step kann jeder trainieren, sofern jeder sein Tempo und den Bewegungsumfang individuell anpasst. Der niedrige Anschaffungspreis und der fehlende Platzbedarf erhöhen die Chance, dass dieses Gerät tatsächlich in den Alltag integriert wird – statt als gut gemeinte, aber ungenutzte Investition in der Ecke zu stehen. Ob der Step zum eigenen Lebensstil passt, zeigt sich schnell – und wenn ja, amortisiert sich die Ausgabe bereits in den ersten Wochen der regelmäßigen Nutzung.

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